Glanzvolles Frühlingskonzert

Einmal mehr zeigten die Musiker an der Gesamtschule Gartenstadt am vergangenen Samstag, 25. März, mit welch hoher musikalischer Kompetenz Ensemblearbeit an dieser Schule möglich gemacht wird. Vor fast ausverkauftem Haus wurde ein abwechslungsreiches Frühlingskonzert in vielfältigen Stilrichtungen geboten:

Im ersten Teil präsentierte die Gesamtschule Gartenstadt ihre beiden Schulorchester sowie zwei Projekte mit Filmmusiken. Das B-Orchester läutete mit etlichen Liedern den Frühling ein, die vom Publikum gerne mitgesungen wurden. Julia Frede und Denise Klaußner  dirigierten die „Strings“, alle Streicher und Gitarristen der Schule, mit teils schroffen, teils sehr zarten Klängen aus verschiedenen Filmen. „May it be“ wurde von Daniela Rothenburg, in Dortmund bekannt als Jazzsängerin und Musiklehrerin dieser Schule, sehr gefühlvoll mit Jazzphrasierung bereichert.

Mit minutenlangem Applaus umjubelt wurde das klanggewaltige, mit 55 Spielern besetzte Sinfonieorchester der Gesamtschule Gartenstadt unter der Leitung von Ernst-Walter Hemmerich nach der Kindersinfonie von Leopold Mozart. Dieses recht humorvolle Stück wurde vom Orchester in etlichen Tempowechseln und mit fein abgestimmter Dynamik mit Leichtigkeit bewältigt. Mozart setzt in dieser Sinfonie ungewöhnliche Instrumente ein wie die Kuckuckspfeife, Tröten oder die Knarre. Vor allem der plötzlich auftretende „Entenlocker“ mit seinen schrägen Tönen sorgte für spontanes Gelächter.

Den zweiten Teil mit Jazz, Rock, Weltmusik und Pop gestalteten die Big Band Brass Connection mit ihren 35 Bläsern und das ebenso große Gitarrenorchester Stringtime unter der Leitung von Andreas Meißner sowie die noch junge Gruppe Café Global mit Jens Brülls. Im „Pop-Medley“ von Andreas Meißner zeigten die Gitarren ein beeindruckendes Zusammenspiel mit fein herausgearbeiteten wechselnden Stimmungen und verzauberten das Publikum mit zarten Melodien.

Bei dem Miles Davis-Titel „Freddie Freeloader“ sowie der Funk-Nummer „Papa was a Rolling Stone“ präsentierte die Brass Connection rhythmisch sehr präzise ihr hohes Spieltempo und das Können ihrer Solisten. Der komplexe Sound dieser Big Band und die stilistische Bandbreite, geleitet von Ernst-Walter Hemmerich, kommen professionellen Big Bands immer wieder sehr nahe.

Dann der Kontrast: Die noch recht junge Trommelgruppe Café Global unter der Leitung des Perkussionisten Jens Brülls spielte mit hoher Präzision die komplizierten, sich oft ineinander verschränkenden afrikanischen und lateinamerikanischen Rhythmen, die eigentlich zum Tanz einladen, ein beeindruckendes Debut dieser Trommelgruppe, die bis zum Sommer gleich bei mehreren Stadtevents präsent sein wird. Zum Schluss gab es noch ein kleines gemeinsames Projekt zwischen der Brass Connection und Café Global mit einem Santana-Titel „Oye como va“.

Schon Ende April kommen die beiden nächsten Konzerte dieser musikalisch hoch aktiven Schule: Das Projekt „Kinderwelten“ mit Projektchor und A-Orchester wird am 30. April in Dortmund aufgeführt. Ferner wird neben Café Global auch die Gruppe Stringtime beim Hörder Brückenfest zu hören sein.

 

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