Sommerkonzert

Sommerkonzert der Gesamtschule Gartenstadt in der Großen Kirche Aplerbeck

Am Dienstag, den 10. Juli, spielten rund 150 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Gartenstadt ihr diesjähriges Sommerkonzert mit dem Titel „Sarabande“ unter der Gesamtleitung von Ernst-Walter Hemmerich. Die 333. Geburtstage von Bach und Händel hatte man zum Anlass genommen, ein Konzert zum Thema Barockmusik und ihren Einfluss auf die Moderne zu spielen, ein Konzept, das voll aufging. Dabei zeigte die Schule einmal mehr ihr riesiges musikalisches Potential.

 

Gestartet wurde das Konzert mit Bachs berühmter d-moll-Toccata. Connor Leinweber entlockte der Orgel dabei stark kontrastierende Klangfarben. Maren Klemp sang mit ihrem großartigen Sopran die Händel-Arie „Ombra mai fu“, begleitet vom hervorragend intonierenden und dynamisch gut abgestuften A-Orchester der Schule mit etwa 60 Spielern.

 

Im Weiteren wechselten Suiten-Sätze von J. S. Bach mit einem Stück Minimalmusik von Michael Nyman, bei dessen Musik man oft den Eindruck gewinnt, Händel oder Vivaldi ständen Pate, und einem Rondo von EW Hemmerich, das die harmonische Palette von Dreiklängen äußerst ungewöhnlich auslotete.

 

Große Teile von Händels Feuerwerksmusik traten in Kontakt mit „A Whiter Shade of Pale“, das sicherlich von Bachs Air inspiriert wurde und über das Daniela Rothenburg leicht und spielerisch mit ihrem Jazzgesang improvisierte. In der Feuerwerks-Ouvertüre mit ihren schnellen Achtelketten zeigte das Orchester seine große Qualität, der Wechsel zwischen Orchester und Gitarrengruppe verschaffte einigen Sätzen einen besonderen Reiz in den Klangfarben. Spezieller Event: Zu dem letzten Menuett tanzte eine Gruppe von Schülerinnen der Gesamtschule Gartenstadt unter der Leitung on Ilva Stumbina-Koehne ein Menuett aus dem Barock in originalen Kostümen.

 

Ein weiterer Konzertteil galt der Follia, einem Ableger der Sarabande. Das Gitarrenorchester „Stringtime“ mit A. Meißner intonierte mehrere Follia-Variationen von Giuliani recht abwechslungsreich und die Brass Connection rundete mit Follia goes Jazz, einem sehr leisen, einfühlsamen Big Band-Satz von EW Hemmerich diesen Teil ab.

 

Jon Lords Sarabande, neben der Feuerwerksmusik das 2. Hauptwerk des Abends, war die große klangliche Überraschung. Das Stück, geschrieben von dem Deep Purple-Organisten für Band und Orchester, überzeugte durch die brilliante Sologitarre Andreas Meißners, das rhythmisch und dynamisch gut präparierte Orchester, das auch ganze Ketten von Synkopen meisterliche intonierte und eine bestens mit dem Orchester abgestimmte Band aus Klavier, Bass und Schlagzeug.

 

Zum Ausklang des Abends trommelten die Schüler der Gruppe „Café Global“ mit Jens Brülls – so gar nicht barock – sehr präzise gespielte afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen.

 

Dabei waren in diesem Jahr die beiden Orchester der Schule A und B unter der Leitung u. a. von Denise Klaußner, das Gitarrenorchester „Stringtime“ mit Andreas Meißner, die Big Band „Brass Connection“ mit Ines Tank sowie die Trommelgruppe „Café Global“ mit Jens Brülls.

 

Eine Woche hatten sich die Spieler bei ihrem traditionellen Sommermusikcamp im Bergischen Land auf das Konzert vorbereitet. Belohnt wurden sie am Ende mit minutenlangen Standing Ovations für ein großartiges Schulkonzert in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche.

Fotos: Daniela Rothenburg

 

Keine Kommentare möglich.