Studienfahrt nach Warschau 2019

Nachdem wir im Jahre 2018 erstmalig mit einer kleinen Gruppe Schülern die polnische Hauptstadt besucht hatten, gab es in 2019 wieder das Angebot für Schüler des 9. Jahrgangs. Diesmal hatten 19 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit mit Frau Karaoglan und Herrn Meese mitzufahren.

So ging es am Montagmorgen (8.April) um 5.45h mit dem ICE zunächst nach Berlin um dann mit dem EC nach Warschau weiter zu fahren. Ja, die Zugfahrt war für die überwiegende Mehrheit der Schüler ein komplett neues Erlebnis. Wenn man überhaupt reist, dann eher mit dem PKW oder Flieger. Ich mag es lieber klassisch und so fuhren wir mit dem Zug. Das ist weniger beengt und bietet noch den erdkundlichen Teil gratis mit. Wer mit offenen Augen reist erlebt die Landschaft und quert die großen europäischen Flüsse Weser, Elbe, Oder und Weichsel.

Die Reisegruppe nächtigte in einem guten 2 Sterne Hotel im Ostteil von Warschau. Der Stadtteil Praga war einst eine verrufene Gegend. Heute dagegen wandelt er sich zu einem alternativen Stadtteil. So hat man eine ehemalige Wodkafabrik zu einem Museum mit Restaurants und Bars umgebaut, Häuser werde renoviert. Die Schüler erfuhren dies auf einer der interessanten Stadtführungen. Neben einer Führung durch Praga gab es Führungen zum Thema Warschau im Krieg und der Warschauer Altstadt. Der Besuch des Kulturpalast (das berühmte Geschenk der russischen Besatzer an die Polen) stand ebenso auf der To Do Liste wie das Kopernikus Museum, das Schloss, sowie des Stadtmuseums. Leider reichte diesmal die Zeit nicht für das Museum für jüdische Geschichte. Natürlich gab es Gelegenheit für die Teilnehmer die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Eine kleine Gruppe nahm dann am Abreisetag noch die Gelegenheit wahr den wirklich interessanten Zoo zu besuchen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass die polnische Küche allen sehr gut gefallen hat und niemand stattdessen die berühmt berüchtigten Fastfood Ketten in Anspruch nehmen wollte. Alle waren offen für das Neue. Sicher wird das Abendessen am ersten Tag auf dem alten Marktplatz in Erinnerung bleiben, sowie der Besuch in einem gemütlichen Restaurant in Praga am zweiten Abend.

Die Zeit verflog zu schnell. Am Freitagnachmittag stiegen wir wieder in den EC nach Berlin. Dort konnte man im Speisewagen noch einmal gute und preiswerte Gerichte der polnischen Küche genießen- erschwinglich auch für Schülertaschengeld. Auch das war eine Erfahrung, die man sicher behalten wird. Ferner war da während der Umsteigezeit in Berlin noch eine nächtliche Stippvisite zum illuminierten Brandenburger Tor und Reichstag. Wer ist schon um kurz vor Mitternacht als Jugendlicher dort?

Um 6.00h am Samstagmorgen war die Reise dann im Dortmunder HBF beendet. Den Teilnehmern sei an dieser Stelle Dank für ihre Aufmerksamkeit und Interesse ausgesprochen.

PS: Eltern und Kollegen sei empfohlen einmal die Hauptstadt Polens zu besuchen. Es würde auch helfen Vorurteile über unsere Nachbarn im Osten abzubauen.

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