Experiment Woyzeck

Das im Oberstufencurriculum verankerte Projekt zwischen D/LK und KU/GK 12 verknüpfte Literatur und bildende Kunst zum Thema des gequälten, durch medizinische Versuche ruinierten, ins Pathologische zerrütteten Menschen anhand des Dramenfragments Woyzeck von Georg Büchner.

Diskursiv und multimedial versuchten die Schülerinnen eine Annäherung. Obligatorisch und doch ungewöhnlich geriet die experimentelle Auseinandersetzung in Text, Bild und Ton. So präsentierten die projekterfahrenen Kursteilnehmerinnen ihr Experiment Woyzeck, methodisch abwechslungsreich, einem interessierten Publikum aus Eltern, Lehrerinnen und Schülerinnen am Donnerstag, den 22.09., in der Aula der Gesamtschule Gartenstadt.

 Klassische und zeitgenössische Musik umrahmte Analysen, Lesungen und szenisches Spiel. Kohle- und Bleistiftzeichnungen, Bearbeitungen von Leinwänden und Kartenmaterial in Acryltechnik dokumentierten in einem außergewöhnlichen Museumsgang den besonderen interdisziplinären Projektcharakter. Collagen aus textilen Versatzstücken und Spiegelscherben stellten unmittelbar den Bezug zum Fragmentarischen her. Den Abschluss bildete eine Tanzperformance, die in ihrer Expressivität dem Aufführungsstil von Büchners Dramen auf der Theaterbühne entsprach.

 Begleitet wurden die Schülerinnen zweier Oberstufenkurse von ihren Kursleiterinnen Marie-Christine Torre (KU) und Ulrike Schlupp (D) wie auch von der bildenden Künstlerin Hedi Mumenthaler, einer Schweizerin, und der Dortmunder Tanzpädagogin Birgit Goetz.

 Dieses Experiment war einen Versuch wert.

 (scu)

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