Aufbruchstimmung

Musikalischer Austausch Gesamtschule Dortmund-Gartenstadt und Granada-Ogijares


Große Aufbruchstimmung in der Gartenstadt

Mit Hochspannung arbeiten die Musikschülerinnen und –schüler der Gesamtschule Gartenstadt an ihrem „spanischen Programm“. Stücke wie das berühmte „Malaguena“, der Bolero oder verschiedene Toreromärsche prägen hier z. Zt. die musikalische Probenarbeit, denn die Musikerinnen und Musiker der Schule rüsten sich zu ihrer bislang größten Unternehmung, zum Austausch mit dem sinfonischen Blasorchester der städtischen Musik- und Tanzschule EMMDO in Granada-Ogijares. Geplant ist ein einwöchiger Aufenthalt vom 27. Mai bis zum 3. Juni 2011 in Granada mit den etwa 100 Spielern der drei Ensembles Schulorchester A, Brass Connection sowie der Trommelgruppe Ramba Samba A. Alle Gruppen sind seit vielen Jahren durch zahllose Auftritte und Konzerte weit über die Grenzen der Schule hinaus bekannt und immer wieder mit Auszeichnungen bedacht worden. Nun will man als musikalische Botschafter Dortmunds zum zweiten Mal in der Geschichte der Schule eine internationale Begegnung wagen. Vor acht Jahren gab es einen Austausch mit der südfranzösischen Musikschule in Sisteron.

Besuch aus Spanien

Besuch aus Spanien

Das Orchester aus Granada begleitet alljährlich die Prozessionen der Karwoche in den andalusischen Städten Granada, Malaga und Sevilla. In diesem Jahr wird man sogar zum Besuch des Papstes in Madrid aufspielen. Die Flamenco-Tanzgruppe der Schule, die auch an dem Austausch teilnehmen wird, ist ebenfalls in der ganzen Region bekannt.

Ziel der Unternehmung ist es, einige Musikstücke gemeinsam mit den spanischen Partnern  zu spielen, ihre Musik spielen zu lernen und diese dann auch in Konzerten vorzutragen. Das spanische Orchester besteht aus ca. 80 Personen, das Dortmunder aus etwa 75, sodass sich möglicherweise ein Klangkörper von über 150 Personen ergeben wird. Z. Zt. werden Möglichkeiten gesucht, diese vielen Instrumentalisten gemeinsam üben zu lassen. In Granada wird dies wahrscheinlich bei hoffentlich bestem Wetter im Freien, auf dem Hof der Musikschule möglich sein, in der Gartenstadt hat man die große Aula, die hier die Probenarbeit ermöglicht. Auch an die Konzerträume stellt diese hohe Spielerzahl erhebliche Ansprüche.

Musikschule in Granada-Ogijares mit dem Leitungsteam und Ernst-Walter Hemmerich

Musikschule in Granada-Ogijares mit dem Leitungsteam und Ernst-Walter Hemmerich

Bei gegenseitigen Besuchen des Orchesterleiters Ernst-Walter Hemmerich in Granada und der spanischen Schulleitung in Dortmund verhandelte man über viele Details des Austausches, Noten für das gemeinsame Spiel wurden ausgesucht und Aufführungsmöglichkeiten für den Gegenbesuch besichtigt, der nur wenige Wochen später ab dem 9. Juli 2011 in Dortmund erfolgen soll. Geplant sind dann zwei Konzerte in Dortmund: am Sonntag, den 10. Juli im Dortmunder Rathaus und am 11. Juli in der St. Reinoldikirche. Inzwischen steht das gemeinsame Programm weitgehend fest. Das Orchester aus der Gartenstadt wird dabei natürlich nicht nur spanische Titel im Programm führen, sondern vor allem eine Auswahl bekannter Stücke mitteleuropäischer Musik von Bach und Händel bis zu Liedern aus Mozarts Zauberflöte, einem Satz aus Dvoraks 9. Sinfonie und der Popmusik. Etliche Sonderproben an Wochenenden werden dabei unverzichtbar sein.

Besuch aus Spanien

Besuch aus Spanien

Bei dem Besuch in Andalusien werden die Dortmunder Gruppen neben Platzkonzerten zwei Konzerte in Theatern in Granada und Ogijares gemeinsam mit den spanischen Partnern geben. Vorausgehen muss natürlich eine höchst intensive Probenwoche, bei der man im Vorfeld versucht, die sprachlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Ein Spanischkurs mit vielen musikalischen Begriffen wird ab heute in die Probenarbeit eingefügt.  Auch für ein  angemessenes Begleitprogramm wird gesorgt: Natürlich gibt es einen Besuch in der weltbekannten Alhambra in Granada, zudem wird gerade ein Ausflug mit Auftritten im nahegelegenen Bergland der Alpujarras geplant.

Viele Fragen tun sich bei einem solch umfangreichen Unternehmen auf: Wie transportiert man die Instrumente, vor allem die großen Surdos und Pauken? Können wir die Finanzierung wirklich perfekt planen oder geraten wir in ein Minus? Werden wir uns sprachlich verständigen können, vor allem bei der Probenarbeit? Werden wir mit unserem  Partnerorchester harmonieren? Sind zwei solch große und unterschiedliche Orchester überhaupt zu dirigieren?

Aber man muss es nun wagen, denn die Flugtickets sind bereits gekauft – trotz aller offenen Fragen und alle sind in höchster Spannung und Aufbruchstimmung. Ein Abenteuer wird es allemal!

Besuch aus Spanien

Besuch aus Spanien

Keine Kommentare möglich.